#BessereMeetings – Die magischen 5 Minuten

#BessereMeetings: die magischen 5 Minuten

Weniger ist mehr: wie dich die magischen 5 Minuten durch den Meetingmarathon retten.

Wenn es dir so geht wie mir, reiht sich oft ein Meeting an das nächste.

Ein Meeting nach dem nächsten…

Früher, vor der Pandemie, bedeutete das: ich hetzte von einem Meetingraum zum nächsten. Genau wie alle anderen Teilnehmer. Wenn mehrere Stockwerke dazwischen lagen, war klar, dass Meetings selten pünktlich begannen. Wie soll das auch funktionieren, wenn ein Meeting bis 10 Uhr geht und das nächste schon um 10 Uhr beginnt?
Aber jeder, der zu spät war, hatte natürlich trotzdem ein chronisch schlechtes Gewissen. Das ist kein guter Start in ein produktives Meeting.

Mittlerweile habe ich das Glück, so wie viele meiner Kollegen im Home Office zu arbeiten. Daher finden Meetings bei uns fast nur noch über Zoom statt. Das spart einem zwar den Weg von A nach B – aber pünktlich und entspannt starten die Meetings oft trotzdem nicht. Warum? – Weil irgendjemand immer zu spät kommt oder nochmal kurz „afk“ geht, also away from keyboard ist.

Dahinter steckt nicht etwa mangelnde Disziplin, sondern schlicht die menschliche Natur. Spätestens nach drei oder vier Stunden Meetings am Stück verlangt der Körper einfach mal nach einer kurzen Auszeit. Im Englischen gibt es dafür den wunderbaren Ausdruck bio break, der ein wenig eleganter klingt als die gute alte Pinkelpause.

Was kannst du tun, um den Meetingmarathon für dich und deine Kollegen erträglicher zu gestalten?

Kürze deine Meetings um 5 Minuten!

Es ist so simpel und doch so effektiv: statt ein Meeting von 10 bis 11 Uhr anzusetzen, stelle es von 10.05 Uhr bis 11 Uhr ein. Oder von 10 Uhr bis 10.55 Uhr. Das verschafft euch wunderbare 5 Minuten Luft. 🙂

Seit einer meiner Kollegen diesen Meetinghack vor einigen Monaten eingeführt hat, haben sich das immer mehr Leute dankbar abgeguckt. Ich auch. 😊
Mittlerweile sind diese 5 Minuten weniger sogar offizieller Bestandteil unserer firmenweiten Business Etiquette geworden.

Was ist dabei besser, 5 Minuten später zu starten oder 5 Minuten früher aufzuhören? – Meiner Erfahrung nach fällt es den meisten Menschen leichter, 5 Minuten später zu beginnen (also um 10.05 Uhr oder 10.35 Uhr) und zur vollen bzw. halben Stunde „glatt“ aufzuhören. Andernfalls besteht doch die Gefahr, dass die Meetings überzogen werden, einfach weil die Teilnehmer es noch nicht so im Blut haben, um 25 bzw. 55 aufzuhören.
Aber auch das bekommt ihr mit einem Moderator oder einer bimmelnden Timebox in den Griff.

Wie nutzt du diese 5 Minuten Meetingpause am besten?

Du wirst erstaunt sein, wofür du diese 5 Minuten im Home Office alles nutzen kannst! 🙂

Am besten sorgst du für Bewegung und frische Luft:

  • aufstehen und durchs Zimmer gehen
  • das Fenster weit aufmachen
  • die Arme kreisen lassen, damit dein Kreislauf in Schwung kommt
  • eine 5 Minuten-Meditation oder einfach die Augen schließen und bewusst & tief atmen
  • dir etwas zu trinken holen
  • … und natürlich die bio break 😉