Die Pomodoro-Technik: produktiv in Häppchen

Pomodoro-Technik

Hast du gewusst, dass dir eine Tomate dabei helfen kann, fokussiert zu arbeiten? 😀

Die Pomodoro-Technik ist benannt nach dem italienischen Wort für Tomate: ihr Erfinder, Francesco Cirillo, verwendete nämlich einen Kurzzeitwecker in Form einer Tomate.

Wie funktioniert die Pomodoro-Methode?

Du setzt dir einen zeitlich begrenzten Rahmen, um an etwas zu arbeiten. Im klassischen Ansatz sind das 25 Minuten, dann legst du eine Pause von 5 Minuten ein. Überschaubar, oder? Weniger als eine halbe Stunde lang etwas zu tun, wird dich nicht umbringen. 😉

Vor jedem dieser Blöcke legst du fest, an was du arbeiten möchtest. Am besten schreibst du dir das sogar auf, denn das hilft dir, dich auf dein Ziel zu fokussieren. Beispielsweise:

In den nächsten 25 Minuten werde ich den Papierkram auf meinem Schreibtisch sortieren: Rechnungen bezahlen, wichtige Dokumente sauber abheften und Unwichtiges wegwerfen.

Anschließend stellst du dir einen Wecker auf 25 Minuten – und in diesem Zeitraum arbeitest du wirklich nur an dieser einen Sache, die du dir vorgenommen hast. Ohne Ablenkung, ohne Unterbrechung.
👆 In dieser Zeit holst du dir nichts zu knabbern, gehst nicht aufs Klo und guckst auch nicht in WhatsApp rein.

Tipp: Stell dein Handy auf lautlos und leg es in einen anderen Raum – das führt dich weniger in Versuchung, zwischendurch „mal eben schnell“ draufzugucken.

Die anschließenden 5 Minuten Pause nutzt du, um ein bisschen herumzulaufen und deine Muskeln zu dehnen, etwas zu trinken zu holen, für Frischluft zu sorgen. Und natürlich, um die erledigte Aufgabe abzuhaken und stolz auf dich zu sein! 🤩
Dann bist du bereit für das nächste Intervall.

Nach maximal 4 dieser Pomodoro-Blöcke legst du eine längere Pause ein, um dich ausreichend zu erholen.

Du wirst überrascht sein, wie viel du mit diesem Ansatz geschafft bekommst! Und wie gut es tut, sich wirklich nur auf eine Aufgabe zu konzentrieren. Dadurch kommst du viel eher in den berühmten Flow, als wenn du dich alle paar Minuten ablenken lässt.

Die Pomodoro-Methode für dich anpassen

Wenn dir 25 Minuten zu lang erscheinen, kannst du dich auch mit kürzeren Intervallen herantasten. Selbst wenn es nur 5 Minuten sind!

In erster Linie ist die Pomodoro-Technik dazu konzipiert, dass du dich selber besser fokussierst und konzentrierst. Aber dieser Ansatz der Zeitboxen funktioniert auch in anderen Bereichen und ist beispielsweise in Meetings Gold wert! Kennst du das, wenn man sich ewig in einer Diskussion verstrickt und dabei vom Hölzchen aufs Stöckchen kommt… und sich die Hälfte der Teilnehmer irgendwann geistig ausklinkt? Setzt euch in Meetings eine Timebox von 15 Minuten, um über ein bestimmtes Thema zu sprechen. Am Ende dieses Intervalls gibt es eine kurze Umfrage, ob nochmal 5 Minuten drangehangen werden sollen oder ob ihr zum nächsten Thema übergehen wollt. Das ist sooo hilfreich! 🤩

Tools und Apps für die Pomodoro-Technik

Natürlich kannst du die Timer-Funktion deines Handys nutzen. Allerdings besteht die Gefahr, dass du dich von Push-Nachrichten & Co. ablenken lässt.

Wenn du hierfür anfällig bist, stell dir lieber einen richtigen Oldschool-Kurzzeitwecker 😅, um wirklich störungsfrei zu arbeiten:

Um Zeitboxen in Meetings oder Klassenzimmern zu nutzen, bietet sich ein großer Timer an, den alle gut sehen können:

Für Mac, iPhone und iPad gibt es die App Flow, die ich gerne nutze.
Hier läuft ein Timer herunter und erinnert mit einem dezenten Glockenton daran, wenn ein Pomodoro-Intervall oder eine Pause um ist. Die kostenlose Variante reicht mir dabei vollkommen aus. Du kannst aus verschiedenen Längen für die einzelnen Pomodori und Pausen wählen und sogar Apps blocken, damit du dich nicht ablenken lässt.

In der Premium-Version kannst du zudem Webseiten blocken oder individuelle Zeitintervalle einstellen.

Screenshot Flow: Pomodoro-App
Screenshot der Pomodoro-App „Flow“